Enges Nachbarschaftsduell

Das erste „Auswärtsspiel“ der Saison führte unsere 3. Mannschaft ins Nachbarviertel Göggingen.

MtM und ich waren „kampffrei“. Nach einer knappen Stunde profitierte der kurzfristig aktivierte Kuzey davon, dass seine junge Gegnerin ihre Tante einzügig einstellte. So führten wir früh mit 3:0. Das veranlasste Petr, in leicht aktiverer Stellung zu remisieren.

Kurz darauf verlor allerdings Dennis, der von der gegnerischen Springer-Kavallerie regelrecht niedergeritten wurde. Also stand es nur noch 3,5:1,5.

Danach passierte lange nichts mehr. Kevin spielte selbst für seine Verhältnisse eine vogelwilde Partie: Rochaden wurden von beiden Seiten als überflüssig eingestuft und das Materialungleichgewicht sowie viele Ungenauigkeiten führten dazu, dass die Stellungsbewertung permanent oszillierte. Der Kleine Robert lehnte ein Remisangebot ab und versuchte, mit seinem Mehrbauern zu gewinnen. Allerdings hatte sein Widersacher das Läuferpaar und einen Zentrumsfreibauern auf der 6. Reihe. Sven the Man war lange unterentwickelt (also seine Stellung; Sven selber ist natürlich längst mehr als voll entwickelt), was ihn aber nicht an Attacken auf die gegnerische Dame hinderte, die über den ganzen Königsflügel gehetzt wurde. Sein Gegner bot in beiderseitige Zeitnot Remis an und dank der ungebrochenen Autorität des stellvertretenden Mannschaftsführers wurde das auch angenommen. Fast zeitgleich gewann unser Fidemeister souverän und Kevin holte sich einen unverdienten halben Punkt.

Damit war der Endstand von 5,5:2,5 hergestellt, auch wenn für dessen rechnerische Ermittlung insgesamt fünf Versuche nötig waren. Ein toller, vielleicht etwas glücklicher Erfolg in Überzahl.

3:0-Führung verspielt

Unsere 2. hatte ihren Saisonauftakt in der Mittelschule Bad Grönenbach. Im dortigen Klassenzimmer gingen wir früh mit 3:0 in Führung.
Werner schaffte ein Grundreihenmatt. Tobi gewann dank Läuferpaar souverän. Rolands Gegner stellte einzügig eine Figur ein.
Jakob stand zwar wohl etwas besser, verschandelte die Stellung aber immer mehr und gab schließlich frustriert auf.
Mein junger Gegner baute enormen Druck gegen den König auf. Getreu dem Motto „der Glaube muss stärker sein als die Stellung“ konnte ich mich dank einiger gegnerischer Ungenauigkeiten und riesigem Stellungsglück mit dem letzten Trick in ein tot-remises Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern retten.
Damit stand es 3,5:1,5. Die restlichen drei Partien waren von Materialungleichgewichten geprägt, wobei der Ausgang jeweils offen war.
Michael konnte sich gegen die bewegliche Tante seines Widersachers jedoch nicht dauerhaft wehren. Felix verlor seine Königin durch ein Springerschach, mit dem die Läuferdiagonale frei wurde. Also stand es plötzlich 3,5:3,5 und die Führung war futsch.
Manfred mühte sich mit Dame, Läufer, Springer und Bauer gegen Dame und vier Bauern. Auf einmal konnte er doch eindringen und den gegnerischen König so bedrängen, dass ein zwingendes Matt am Horizont aufzog. Also 4,5:3,5 – puh, das war knapp!

Blitzbegegnung am Tag der Deutschen Einheit

Am heutigen Samstag, den 3. Oktober, begrüßten wir die neu aufgebaute Mannschaft aus Inchenhofen bei uns im Schachlokal.

Wir traten mit vier Jugendspielern an.

Brett 1 – Artjom
Brett 2 – Liyan
Brett 3 – Kuzey
Brett 4 – Luca (Debüt)

Nach nur 30 Minuten hörte ich ein „Remis…?“ von Mannschaftsdebütant Luca fragen, was sein Gegner annahm. Als ich auf das Brett schaute, waren gerade mal 10 Züge gemacht worden. Luca meinte, dass er „Angst hatte, einen Fehler zu machen“ und bot, seinem Gegner vorsichtshalber das Remis an, obwohl er einen minimalen Vorteil auf seiner Seite hatte, in Form einer besseren Entwicklung.

Kuzey, der kurz darauf neben Luca auf Brett 3 saß, der trotz einer leichten Erkältung an den Mannschaftskampf teilgenommen hatte, ahmte Luca nach, ebenfalls nach nur etwa 10 gemachten Zügen. Klar, dass man am Tag der Deutschen Einheit das Wort „Einheit“  groß geschrieben wird, allerdings wirkt das im Schachsport etwas fehl am Platze.

Somit war nur noch ein Brett übrig, was aktiv bespielt wurde. Warum nur ein Brett fragt ihr euch warscheinlich, wenn doch 4 Spieler spielen. Der Grund war, dass das Spitzenbrett auf der Seite von Inchenhofen leider unbesetzt blieb und Artjom somit auch einen kampflosen Punkt bekam.

Damit war nach nur 30 Minuten nur noch das Brett von Liyan übrig. Der konnte eine Dame ergattern und sah noch die Chance, einen Turm für einen Läufer zu schnappen. Nach einer Stunde setzte er seinen etwa gleichaltrigen Gegner Matt und war somit der einzige richtige Brettsieger am heutigen Feiertag.

Bemerkenswert war, dass der gesamte Mannschaftskampf mit nur 90 Minuten einer der schnellsten Mannschaftskämpfe war, den ich je gesehen hatte.

Danke an alle Spieler für ihre Bereitschaft. Das nächste Spiel ist am 28. November gegen die vierte Mannschaft der SG Augsburg.

AKTUELLER LIGASTAND

Krimifortsetzung im Nord-Süd-Duell

Für unsere 3. Mannschaft begann die Saison mit dem alljährlichen Duell gegen die Schachfreunde, das immer wieder spannende Krimis liefert. So auch diesmal:

Jonas verlor frühzeitig an Brett 8. Am Spitzenbrett opferte der „Überläufer“ Max einen Springer gegen den Kleinen Robert, was aber nicht gerechtfertigt war und von unserem alten Haudegen sogleich bestraft wurde. Damit stand es nach zwei Stunden 1:1.

An Brett 6 kämpfte Petr gegen seine junge Gegnerin mit offenem Visier, Rochaden wurden auf beiden Seiten für überflüssig befunden. Am Ende behielt mein ewiger Brettnachbar die Oberhand und drehte für uns das Ergebnis kurzzeitig. Allerdings war mir meine eigene Partie völlig missraten, sodass unser Lieblingsgegner zum zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich kam.

Illja machte es an Brett 7 deutlich besser. Entgegen seiner sonstigen Gewohnheit spielte er eine „ganz normale Partie“, was uns alle überraschte, ihm aber eine Mehrfigur im Endspiel Turm gegen Turm und Springer einbrachte. Illjas Turm war dabei deutlich gefräßiger als der gegnerische, und so gingen wir erneut in Führung. Diese konnte Felix an Brett 2 trotz Minusbauer zum Glück noch weiter ausbauen: lange Zeit waren nur drei Steine vom Brett verschwunden, aber dann krachte es in der gegnerischen Königsstellung so richtig – 4:2!

Johannes´ Läufer wurde infolge einer längeren Kombination eingesperrt. Das brachte ihm (also dem Johannes, nicht dem Läufer) mit scheinbar vielversprechend vorgerückten Bauern gegen einen starken Springer das letztlich hoffnungslose Endspiel. Damit führten wir nur noch mit 4:3, sodass es an Brett 4 auf Jakob ankam. Der war wie üblich in Zeitnot und entschied sich leider für ein Materialungleichgewicht, das schlussendlich nicht reichte, um die Partie zu halten.

Demzufolge stand am Ende eines aufregenden Mannschaftskampfs ein leistungsgerechtes 4:4. Man könnte auch sagen: schiedlich, friedlich, unentschieden – aber das passt bei dieser Rivalität einfach nicht…

Starker Auftritt bei der schwäbischen Jugend EM in Grönenbach

Samstag, 16.05.2026

Ich hatte bereits im Vorfeld den Bus reserviert, da ich nicht wußte, wieviele unserer Schachjugendlichen sich diesem Ereignis anschließen werden.
Um 9.30h ging es los – mit dem Mannschaftsbus nach Bad Grönenbach.
Jeder hatte seinen Rucksack gepackt; nur mit Artjom mußten wir noch eine REWE Schleife drehen, um etwas Proviant zu holen.

Nach gut 1 stündiger Fahrt kamen wir dann in Bad Grönenbach an. Bevor es jedoch ins Spiellokal (eine Grundschule) an die Bretter ging, hatte ich noch einen kleinen Parcour ausgemacht; den Dachsweg :-). Es handelt sich hierbei um einen super Wanderweg für Kinder, auf dem einige Kugelbahnen aufgebaut sind. Dauer ca. 1,5 Stunden inkl. Pausen. Beim Start kann man sich hier Holzkugeln gegen 2 € kaufen, die man dann auf den Kugelbahnen an den Start bringen kann; echt raffiniert. Etwas Regen, kleine Graupelschauer und Sonnenschein wechselten sich ab – und so war es eine tolle Sache. Die Brotzeit nahmen wir dann am Ende des Weges am Bus ein.

Vom Wanderplatz ging es dann in einer abenteuerlichen Fahrt zur Grundschule. Leider war das Turnier nur mäßig besucht, da es sich doch sehr am Rand des Regierungsbezirkes Schwaben liegt – und mit einer relativ weiten Anfahrt verbunden war.

Die Schachturniere fanden in den Altersklassen U10 bis U20 statt. Die U16 und U20 wurde zusammengelegt. Wir hatten Jungs in den Altersklassen U10 und U14 am Start.

In der U14 tat sich Artjom überraschend schwer, erreichte jedoch nach Ende des Turniers und entscheidendem Stichkampf noch den zweiten Platz! – qualifiziert für die Bayerische!

In der U10 traten Luca und David an. Beide hatten nach 4 Runden 3 Punkte aus 4 Partien, und lagen aussichtsreich vorne. Da David gegen Luca in der 5. Runde im direkten Vergleich gewinnen konnte erreichte David am Ende mit nur 2 Remisen und den Rest gewonnener Partien den Meistertitel und den Siegerpokal.  Luca landete auf dem 4.Platz.

Ein großartiges Ergebnis unserer Schachjugend.

Nach der Siegerehrung ging es dann wieder nach Hause. Um 18.00h kamen wir im TSV Heim an.

FINALE der Kreisklasse A – Wer wird Meister?

Am heutigen Samstag spielten wir die finale Partie in der Kreisklasse A in dieser Saison. Spannender konnte es nicht sein. Wir standen Brettpunktegleich mit den Erstplatzierten Kissing auf Platz Zwei, allerdings mit zwei Mannschaftspunkten weniger als Kissing. Der Sieger würde die Meisterschaft in der Kreisklasse A holen. Wer wird es sein? Haunstetten oder Kissing?

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