Fantastico! Souveräner Auftritt der 2. Mannschaft!

Mit einer Top Einstellung ging es gegen die 1.Mannschaft aus Krumbach.Da unsere 1. im Klubraum gegen Rottal / Inn spielte, mussten wir erneut in unseren Nachbarschaftsraum ausweichen.

Zum ersten Mal konnten wir an Brett 1 Ferdinand aufstellen, der sein Debüt in der 2.Mannschaft in der Schwabenliga ablegte. Durch viele Ausfälle in der Ersten, mussten wir drei unserer Stammspieler abgeben und mit vier Ersatzmännern antreten. Die stellten sich am Spieltag aber gar nicht als „Ersatz“ heraus, sondern als Joker und trumpften groß auf. Ob die Partien auch genau in der Reihenfolge zu Ende gingen kann ich nicht sagen, da die meißten Partien sehr eng aufeinander endeten. Ich versuche jedoch chronologisch zusammenzufassen.

Tobi Wan Kenobi (oder auch Tobias) durfte mit Schwarz ran. Nebst langer Rochade befahl er seinen ganzen Figuren, den Verteidigungsmodus einzuschalten und so bewegte sich lediglich der schwarze h-Bauer von h7 bis nach h3 über die Mittellinie., während sein Gegner lieber mit dem König in der Mitte am Damenflügel angriff. Als die Zeit reif war, holte Tobi zum großen Gegenschlag aus. Als ich zum letzten Mal aufs Brett schaute hatte unser Mann aus Haunstetten eine Qualität mehr und holte zum finalen Schlag aus. Ergebnis : Tobi Eins; Gegner NULL.
1:0

Paul kam leider erneut zu spät, zockte seine Eröffnung mit Weiß herunter und holte sehr schnell seine verlorene Zeit auf. Leider geschah nicht wirklich viel in der Partie. Nachdem sich die Leichtfiguren tauschten, wurden auch die Schwerfiguren auf der c-Linie getauscht. Übrig blieb am Schluss auf beiden Seiten lediglich ein weiß-feldriger Läufer mit gleicher Bauernzahl auf jeder Seite. Da war nichts mehr zu machen und so endete die Partie remis.
1,5 : 0,5

Während ich in Marktoberdorf durch meinen schnellen Sieg meinen Mannschaftskollegen etwas Erleichterung verschaffte, setzte ich sie dieses Mal sehr schnell unter Druck. Nach etwa einer Stunde geriet ich an Brett 3 nach einer sehr unübersichtlichen Variante stark in Nachteil. Zunächst meinte ich, 2 Figuren und einen Turm gegen die Dame zu tauschen, danach dachte ich 1 Figur, 1 Bauer und 1 Turm gegen die Dame zu bekommen; am Ende blieb mir aber nur ein Turm gegen die Dame…
Aber wer aufgibt – verliert und in meiner alten Schachschule in Kriegshaber prägte mich auch der Spruch von Hans Merkt „Postpakete werden aufgegeben – aber keine Partie“ und so spielte ich weiter.
Kurz und gut, die als von allen Seiten angesehene verlorene Partie endete erstaunlicherweise durch Zugwiederholung remis. PS: Autogramme von mir gibt’s im Klub! Nachspielen verboten.
2:1

Neben mir spielte Dirk mit Weiß irgendwelche ruhigen Spielchen; ganz und gar nicht mein Geschmack (Positionsspiel oder so ähnlich). Nachdem die meisten Figuren abgetauscht waren ging es nicht mehr so recht weiter. Beide hatten einen schwarzfeldrigen Läufer und jeweils 2 Türme.
Zwar konnte man leichte Stellungsvorteile für Dirk erahnen, mehr aber nicht. Somit auch hier Remis.
2,5:1,5

An Brett 6 spielte Helmut mit Weiß wie immer sehr konstant. Obwohl ich als Kiebitz glaubte, im Mittelspiel geht ein Bauer flöten, kam er ohne Bauernverlust aus seiner Stellung heraus. Nach der Abwicklung ins Damenendspiel mit einem Freibauern auf der a-Linie sah die Partie schon sehr gut aus. Ein diagonal Schach mit der Dame von a1 auf den König auf f6 brachte die Entscheidung, die Dame stellte sich hinter den Bauer, der nun zur Permutation eilte (Worterklärungen bitte bei Klaus nachfragen ). Doch bevor dieser das große Ziel erreichen konnte, fiel die Gegnerische Zeit.
3,5:1,5

Ganz geduldig und mit einem gnadenlosen Präzisionsspiel überzeugte Werner mit Weiß an Brett 8. Kurz nach der Eröffnung, bevor das Mittelspiel begann, konnte sich der Gegner schon fast nicht mehr rühren, tänzelte mit seinem rochierten König von g8 nach f8 und spielte zur Verteidigung seinen Springer von f6 wieder nach g8 auf die Grundreihe. Nachdem Schwarz nach zähem Spiel endlich seinen Königsflügel einigermaßen im Griff hatte ging der Damenflügel zu Bruch. Am Ende blieb ein klarer Qualitätsvorsprung mit Bauernmehrheit und leicht gewonnenem Endspiel.
4,5:1,5

An Brett 1 konnte Ferdinand voll überzeugen. Nachdem er mit Schwarz stetig seine Stellung verbesserte platzierte er seinen Springer im gegnerischen Lager auf d3 und blockierte den weißen d2 Bauern. Mit großem Raumvorteil und stetigem Druck brachte er die weiße Stellung nahezu zum Erliegen und konnte einen ganzen Punkt einheimsen! Top Leistung , Herzlichen Glückwunsch zum gelungenen Einstand.
5,5:1,5

Unser „Kämpfer“ Gerald (Brett 5), erneut bis zum allerletzten Spielzug spielend, versuchte auch nach bereits gewonnenem Mannschaftskampf seine Partie noch zu gewinnen. In einem Turm Läuferendspiel mit ungleichfarbigen Läufern versuchte er tatsächlich noch den vollen Punkt für uns zu holen. Ich weiß nicht, wie lange die Partie noch ging, aber sie war wohl die Letzte und ging auch remis aus.

Endergebnis 6:2

Ausgezeichnet Jungs! Eine Top Leistung, bei der auch die Einstellung gestimmt hat.

6 Gedanken zu „Fantastico! Souveräner Auftritt der 2. Mannschaft!

  1. Da ich gleichzeitig in der ersten im Einsatz war, konnte ich mir von der zweiten nur von Zeit zu Zeit einen Gesamtüberblick verschaffen. Demnach sah es in der ersten und zweiten Spielstunde eher mau aus. Man musste fast um den Gleichstand fürchten. Aber gegen Ende der dritten Stunde kippten die hinteren Bretter der zuvor zweimal siegreichen Krumbacher kurz nacheinander weg. Überdies erdrückte unser Spitzenmann seinen Gegner, sodass die durchweg ausgeglichenen übrigen Bretter in aller Ruhe remisieren konnten. Am tollsten fand ich, dass letztlich – genau wie in der ersten – kein einziger Kampf verloren ging. Eine überzeugende Mannschaftsleistung!

  2. Also Michi, b5 kann man in der Stellung einfach nicht spielen….zum Glück war ich spielfrei – alle Nackenhaare standen mir zu Berge!

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