Die Zweite bleibt dran…

Weihnachtszeit ist Geschenkezeit und so gab es bereits am Sonntag, den 16.12. Bescherung für unsere 2. Mannschaft. Verdient und nie gefährdet erringt die Zweite Mannschaft einen 5,5 : 2,5 Sieg gegen den SC Friedberg. Dabei darf ich sagen, es hat schon einen besonderen Reiz, „alte“ Weggefährten wieder zu sehen. Beide Mannschaften waren nominell mit 2 Ersatzspielern angetreten.

Als erstes einigten sich Johannes und sein Gegner an Brett 8 auf ein unspektakuläres Remis. Ohne großes Schamützel und bei ausgeglichener Stellung war jeder mit einem halben Punkt einverstanden.
0,5:0,5
Auch Tobias an 7 wollte gerne ein schnelles Remis‘chen mit nach Hause nehmen; aber der Gegner wollte nicht. (Gott sei Dank)!
Mit Schwarz hatte er sich solide aufgebaut und wartete auf seine Chance. Die sollte dann auch nach kurzer Zeit nach der Remisablehnung kommen. Beide Läufer (g7 und b2) standen sich auf der langen Diagonale gegenüber. Nachdem sich die weiße Dame nach einem Springerabtausch so unglücklich positionierte, dass sie mit einem Abzug durch einen Bauern angegriffen wurde, fiel der Läufer auf b2 geknickt vom Brett, wurde er doch von seinem Gegenüber ersatzlos geschlagen. Die Partie war eigentlich schon nach einer Stunde entschieden, dauerte aber noch 3 Stunden.
1,5:0,5
An Brett 3 durfte ich mit Schwarz gegen Gerald Weigl ran, den ich aus der Schulzeit noch kannte und nie wirklich eine „Normal“-Partie gewinnen konnte. Nachdem ich ein Remisangebot abgelehnt hatte kam ein für mich vorteilhaftes Springerendspiel heraus. Durch einen „fast erzwungenen“ Springerabtausch konnte ich in ein gewonnenes Bauernendspiel abwickeln, bei dem ich mir durch zu zügiges Ziehen fast noch selbst ein Bein gestellt hätte. Glücklicherweise reichte es aber dann doch noch zum Gewinn.
2,5:0,5
Capitano Manfred spielte gegen den Zweitplatzierten der Neusässer Stadtmeisterschaft Martin Baierlein. In gewohnter Manier wählte seinen gewohnten Aufbau und erreichte eine gute und ausgeglichene Position. Nach dem Zwischenstand von 2,5:0,5 wollte er nichts riskieren, reichte uns doch ein halber Punkt, um unserem Sieg einen Schritt näher zu kommen. Da es auch an den anderen Brettern sehr gut für uns aussah, willigte er ins Remis ein.
3:1
In einer echten „Wie laviere ich mich heraus“ Partie fand sich Roland wieder. Mit Schwarz stand er m.E. ziemlich gedrückt. Nach 3,5 Stunden sah das dann aber schon deutlich besser aus. Roland befreite sich aus seiner gedrückten Stellung, kam mit beiden Türmen auf der f-Linie ins feindliche Lager und drückte gewaltig. Als beide nur noch wenige Minuten bis zur Zeitkontrolle hatten und noch einige Züge zu absolvieren waren kam das Remisangebot (von wem auch immer) zum richtigen Zeitpunkt. Beide waren mit dem halben Punkt zufrieden und reichten sich die Hände.
3,5:1,5
Dirk spielte an Brett 6. Eigentlich schon sehr weit hinten, gewann er doch 2016 das stark besetzte Höltl Turnier! Mit weiß spielend baute er sich in gewohnt sicherer Manier auf. Leider kam nicht wirklich ein Vorteil für ihn heraus. In optisch guter Stellung musste er einen Gang zurückschalten. Knapp vor der Zeitkontrolle nahm er das Remisangebot des Gegners an. Der weitere Partieverlauf wäre unklar gewesen.
4:2
Überzeugt hat uns alle an diesem Tag unser Spitzenbrett. Irgendwie hatte man das Gefühl, Ferdinand an 1 mit schwarz, lässt nichts anbrennen und spielte seine Partie in aller Ruhe positionell sauber.
Der rückständige Zentrumsbauer auf d4 wurde lange Zeit von der Dame blockiert und hemmte das ganze weiße Spiel. Mit Dame, Springer und Läufer und seinem Freibauern auf der b-Linie verschaffte er sich klaren Vorteil und ließ diesen auch bis ins Ziel auf b1 einlaufen!
Klasse gespielt, blitzsauber und einwandfrei!
5:2
Auch Paul hatte das ganze Spiel über Vorteil. Er nahm das Gambit seines Gegners an und spielte mit dem Mehrbauern eine schöne Partie. Schade, denn als endlich klar war, dass nun seine Bauern loslaufen können, stellte er auch prompt seinen Plusbauern einzügig ein. Weg war der Vorteil und die Partie schien zu kippen. Doch nach guten 5 Stunden endete das Turmendspiel doch noch remis.
5,5;2,5 Endstand = derzeit 2.Platz!

Ein rundum gelungener 4. Mannschaftskampf der 2. Mannschaft, der noch alle Chancen nach oben offen lässt. Als Aufsteiger schlagen wir uns prächtig und der Abstieg wird diese Saison kein Thema mehr sein.

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