BSB stoppt Spielbetrieb, KVA noch ohne Entscheidung

Der Sport in Bayern kommt weiter zum Erliegen.
Nun hat auch der Bayerische Schachbund nach 7 von 9 vorgesehenen Runden den Spielbetrieb vorzeitig eingestellt.
Betroffen sind die Oberliga, Landesliga Nord/Süd, sowie die 4 Regionalligen. Ob dies das Ende der Saison ist, oder zu einem noch nicht bestimmten Zeitpunkt weitergespielt wird, kann zu diesem Zeitpunkt nicht bestimmt werden.
Unklar ist, wie es auf Kreisebene weitergehen wird. Am Dienstag, den 17.04.2020 findet eine Sitzung des KVA statt, in dem das weitere Vorgehen entschieden werden soll.
Zum jetzigen Zeitpunkt (Stand 12.03.2020) findet das letzte Spiel der 4. Mannschaft diesen Samstag auswärts um 18:00 Uhr gegen die SGA statt.

 

TSV Haunstetten 2 sichert sich frühzeitig den Klassenerhalt in der Regionalliga Süd West

Ein Bericht von Manfred Rubke:

Am Sonntag, den 01.03.2020 kam es im Hermann Höltl Schachzentrum zum Schachmannschaftsdoppelwettkampf auf bayerischer Ebene:
In der Landesliga empfing die Erste den Tabellennachbarn Unterhaching und die Zweite in der Regionalliga Süd West den Tabellennachbarn Garching 3.

Die Erste verlor leider mit 5,5 zu 2,5 (siehe evtl. Extrabericht).

Wir mussten leider 3 Spieler (Michael Romfeld, Michael Martin, Gerhard Rampp) an die Erste abgeben, so daß wir mit gemischten Gefühlen in den Wettkampf gingen. Als erster einigte sich Roland Bindl mit den schwarzen Steinen an Brett 3 mit seinem Gegner auf remis. Ebenfalls mit den schwarzen Steinen konnte unser Routinier Johannes Röder ein müheloses Remis einfahren. Trotz harter Gegenwehr musste unsere jugendlicher Debütant Leopold Moelter an Brett 8 den fast 400 DWZ Unterschied zu seinem Gegner anerkennen. Mannschaftsführer Manfred Rubke hatte nicht seinen besten Tag erwischt.

13:00 Uhr Spielstand nach 3 Stunden 1 zu 3

Glücklicherweise waren an Brett 4 Paul Weichlein und an Brett 2 IM Mark Safyanowsky glänzend aufgelegt und ließen ihren Gegnern überhaupt keine Chance.

14:00 Uhr Spielstand nach 4 Stunden 3 zu 3

An Brett 1 opferte Ferdinand Petzelberger schon frühzeitig und weitsichtig die Qualität für einen Mehrbauern. Durch genaues und technisch hervorragendes Spiel zwang er den Gegner zur Aufgabe.

14:30 Uhr Spielstand nach 4,5 Stunden 4 zu 3

An Brett 5 kämpfte nun Dirk Fehmer mit all seiner Routine in einer wahren Abwehrschlacht um das notwendige Remis. Beide Spieler spielten die letzte Stunde mit sehr knapper Bedenkzeit. Das Turmendspiel mit Minusbauer konnte Dirk remis halten.

15:40 Uhr Endstand nach fast 6 Stunden 4,5 zu 3,5

Fazit:
Der Sieg wurde heute, durch die starken Leistungen an den vorderen Brettern, eingefahren.
Momentan sind wir auf dem 4. Platz, eine starke Platzierung für einen Aufsteiger.

Link zum Ligamanager:

Landesliga Süd: TSV Haunstetten 1 mit glücklichem Sieg gegen Freising

Ein Bericht von Manfred Rubke: 

In der fünften Runde der Landesliga Süd fuhren wir zum Tabellenletzten Freising, die bisher ihre Kämpfe sehr knapp verloren hatten. Wir waren somit gewarnt. Etwas glücklich haben wir mit 4,5 : 3,5 Brettpunkten gewonnen.

Brett 6: Dirk spielte mit schwarz solide, seine Angriffsversuche kosteten viel Zeit, da auch sein Gegner entsprechende Zeitnot hatte, einigte man sich friedlich auf remis. (0,5 zu 0,5) Brett 7: Manfred spielte sehr aktiv und stellte seinen Gegner vor erhebliche Probleme, die dann zwangsweise zu einem Bauernverlust führten. (1,5 zu 0,5)
Brett 2: Lukas stand als schwarzer sehr gut, übersah aber im 40.Zug den letzten Trick seines Gegners. (1,5 zu 1,5)

Nach 4 Stunden ergab sich folgendes Bild:
Robert hatte in einem Turmendspiel 2 Bauern weniger.
Zalan hatte in einem Endspiel Läufer gegen Springer einen Mehrbauern. Boris baute an einem Mattnetz mit offenem Ausgang.
Stefan und Armin hatten jeweils die Qualität für einen Mehrbauern geopfert.

Brett 8: Robert kämpfte, kämpfte und kämpfte bis die Partie überraschenderweise noch
remis wurde. (2 zu 2)
Brett 1: Boris zog alle Register und einen Fabel Zug aus dem Hut. Die Partie müsst ihr nachspielen. (3 zu 2)
Brett 6: Armin konnte trotz harter Gegenwehr seine Stellung nicht mehr halten. (3 zu 3) Brett 4: Stefan behielt trotz erheblicher Zeitnot den Überblick. Der Gegner wurde aufgrund seines schwindenden Zeitpolsters nervös und bot remis an. Stefan nahm dies sofort an, da Zalan nicht auf Verlust stand. (3,5 zu 3,5)
Brett 3: Zalan spielte alle seine Routine im Endspiel aus. (4,5 : 3,5)

Fazit:
Garanten für den knappen Sieg waren die ungeschlagenen „Ersatzmänner“ und die Nervenstärke von Boris und Zalan. Sehr wertvoll war auch das Remis von Stefan. Mit nun 6 zu 4 Mannschaftspunkten sind wir momentan auf Platz 4.

Nord-Süd-Gipfel mit Überzahl

Ein Bericht von Robert Kutschick:

Heute ist endlich der große Tag: Haunstetten gegen Schachfreunde – seit Wochen reden die Leute auf der Straße und in Geschäften über nichts anderes! Schließlich ist unser Traditionsverein der Angstgegner dieser Novation aus dem Norden. Das zeigte sich auch heute wieder, trauten sich doch zwei gar nicht erst in unser Revier. So waren Petr und ich spielfrei und unsere Truppe lag von Beginn an mit 2:0 in Führung.

Schon nach kurzer Zeit gewann Illja sehenswert: Er hatte einen Zentrumsfreibauern weit vorgejagt und kotrollierte die offene h-Linie, so dass sich der gegnerische König arg in Bedrängnis befand. Ein Turm griff daraufhin Illjas Springer an, was ihm ein verärgertes Knurren entlockte. Doch dann jagte er sein Ross einfach in die feindliche Bauernkette und gab ein „dreckiges Schach“ (O-Ton Ludwig), das mindestens die Dame gewonnen hätte. Naheliegender Weise gab der Gegner auf.

Wenig später holte auch Vitaly einen vollen Punkt. Mustergültig hatte er seinen Läufer und die Schwerfiguren in Stellung gebracht. Das war nicht mehr zu verteidigen und so stand es nach nur anderthalb Stunden bereits 4:0! Ich zitterte trotzdem noch gewaltig: Mikhael hatte ein Königsgambit auf dem Brett (da weiß man nie, wie das endet), Ludwig stellte in der Eröffnung zwei Bauern ein, Antun stand total gedrückt und konnte sich bald gar nicht mehr bewegen und Kevin verspielte leider seine vielversprechende Angriffsstellung.

In Mikhaels Partie waren schon früh beide Könige blank gelegt, wie das für diese Eröffnung typisch ist. Zum Glück liefen sich die brutalen, wechselseitigen Angriffe irgendwann tot und Mikhaels Gegner nahm das Remisangebot an. Damit war der Mannschaftssieg in Sack und Tüten.

Wie befürchtet, brach Antuns Stellung zusammen. Sein Gegner hatte die Schwerfiguren auf der offenen f-Linie getrippelt und mit beiden Läufern die Königsstellung ins Visier genommen. Am Ende stand ein Grundreihenmatt bevor, das er sich aber nicht mehr zeigen ließ.

Ludwig fand nach einer halben Stunde seine Brille wieder und von da an ging es in seiner Partie aufwärts. Er konnte bei den Bauern Gleichzahl herstellen und verfügte zwischenzeitlich sogar über einen vielversprechenden Freibauern auf der d-Linie. Der verrutschte dann leider auf die e-Linie, so dass die Stellung wohl tot remis war.

Kevin hatte inzwischen einen Minusbauern. Sein entfernter Freibauer auf der a-Linie, von dem er sich so viel versprochen hatte, wurde vom gegnerischen Turm blockiert und konnte daher die in ihn gesteckten Erwartungen nicht erfüllen. Der Gegner spielte die Bauernmehrheit am Königsflügel sehr geschickt aus. Eine Pattfalle war auch nicht in Sicht, so dass diese letzte Partie für uns verlorenging.

Am Ende hieß es 5:3 (wie kurz zuvor beim FCA, nur richtig rum). Nun warten wir gespannt auf unser Nachholspiel in zwei Wochen. Der Aufstieg rückt allmählich näher!

Zarko Vuckovic gewinnt das Drei-Königs-Blitzturnier

Mit 23 Teilnehmern und einem bärenstarken Feld aus 9 Vereinen startete das Drei-Königs-Blitzturnier, diesjährig etwas holprig. Mit der zweiten Runde hatte die Turnierleitung (meine Wenigkeit) bemerkt, dass in der Software kein Runden- sondern  das Schweizer Lossystem eingestellt war, was zur Folge hatte, dass im nachfolgendem Rundensystem eine Pause für jeweils 2 Spieler angesetzt werden musste, die zu Anfang bereits gespielt hatten. Nach über einer Dekade problemloser Organisation, war mir dies zum ersten Mal passiert. Ich bitte alle Teilnehmer um Nachsicht.

Zum Verlauf:
Gleich von Anfang an setzten sich Bernd und Zarko als Führungsduo ab, ehe Bernd sich in Runde 8 einen halben Punkt von Lothar abnehmen ließ. Im weiteren Verlauf bildete sich durch Zalan, Bernd, Michael und Norbert ein Verfolgerquartett, welches die Reihenfolge untereinander oftmals änderte. Ein Spieler blieb jedoch immer auf Platz 1. Und das war Zarko. Auch wenn zwischenzeitlich ein Sieg von Richard gegen den Führenden vermeldet wurde und das Feld näher kam, hatte Zarko stets die Kontrolle. In der letzten Runde gegen Norbert hätte ihm bereits ein Remis zum Turniersieg gereicht. Norbert lehnte ab und verlor am Ende knapp auf Zeit.
Wie in der Kreuztabelle zu sehen, belegte Zalan Lang als bester Haunstetter den 2. Platz.
Dritter wurde Bernd Hoy.

Gratulation an Zarko Vuckovic (SF Augsburg) zum Turniersieg !

Hier die Tabelle mit der Angabe der Vereine

Abschließend die

.K
.  R
.    E
.      U
.        Z
.          T
.            A
.              B
.                E
.                  L
.                    L
.                     E


Vergrößern, verkleinern: STRG-Taste gedrückt halten und am Mausrad drehen,
oder am Notebook: STRG in Verbindung mit den -+ Tasten.


 

Wenn der Gegner nicht kommt

Hier ein paar Gedanken, aus der schachlichen Realität, die meine fast 45-jährige Erfahrung im Turnierschach wiederspiegelt:
Zugegeben, es gibt sie. Spieler die für einen kampflosen Punkt ebenso dankbar sind, wie für einen erkämpften. So muss man doch sein Gehirn nicht bemühen und kann anderweitige Gedanken füttern und pflegen.
Für die Mehrheit trifft das aber nicht zu, denn unser Hobby, Sport, Freizeibeschäftigung ist Schach zu spielen und nicht warten.
Mache Spieler hatten in der vergangenen Zeit besonders oft Pech und warteten  mehrmals vergeblich auf Gegnerschaft. Eine recht frustrierende Angelegenheit, denn so geht die Lust am Sport verloren. Das trifft sowohl bei einem Einzelwettkampf, als auch bei einem Mannschaftskampf zu. Die Gründe für das Fehlen von Spielern sind vielfältig, jedoch glücklicherweise sehr selten auf ein unvorhergesehenes unfreiwillig von außen einwirkendes Ereignis (=Unfall) zurückzuführen.
Der mit Abstand überwiegende Teil einer nicht zustande gekommenen Partie, geht auf (persönliche) Desorganisiertheit zurück.
Mangelnde Disziplin kommt vor, ist aber sehr selten, denn solche Spieler finden dauerhaft keine Freude am Schach und ziehen sich zurück.
Ich plädiere bei allen Lesern dieser Zeilen auf die Einhaltung der grundsätzlich geltenden Verhaltensweisen in Bezug auf persönliche Organisation, sowie an das Verständnis derer, die gelegentlich an Spieler geraten, deren Management verbesserungsfähig ist.

Klaus Michael Bleyer