Erste Mannschaft weiterhin ohne Punktgewinn

Mit 4 Remis und ohne Brettsieg kam unsere 1. Mannschaft gegen die „Zweite Garde“ des Münchener SC nicht über ein 2:6 hinaus.
Angetreten waren die Münchener mit einem Starensamble an den ersten 4 Brettern mit einem DWZ-Durchschnitt von 2358. Möglich war dies, weil die 2. Bundesliga keinen Spieltag hatte und 3 Spieler ihrer Verpflichtung nun in der 2. Mannschaft nachkamen. Pech für uns. Nur Boris konnte gegen GM Branko standhalten und remisierte.
Die wohl einzige Siegchance des Tages ging Armin im Endspiel durch die Lappen. (KTB gegen KT) Wenn die Partien online sind, weiß natürlich jeder mehr 🙂
Alle Spiele wurden von den Landeshauptstädtern sehr zäh umkämpft.
Als Beispiel ist anzuführen, dass der ehemalige Münchner Stadtmeister M. Unger an Brett 6 (er war einmal in gleicher Liga ein Gegner von Boris an Brett1), nach 5 1/2 Stunden und zahllosen Zügen, Remis bot. Zuvor hatte er er vergeblich versucht, eine „Tod-Remis“ Stellung zu gewinnen. Bei einem Punktestand von
1,5 : 5,5 gegen uns und den Mannschaftssieg bereits sicher, war der Gewinnwunsch an diesem Brett etwas realitätsentrückt.

Große Anerkennung gilt Stefan, der trotz eines Unfalls, welcher ein paar Tage zurücklag, spielte, sich jedoch auf Anraten seiner Mannschaftsfreunde dann doch ins Krankenhaus zur näheren Untersuchung begab. An dieser Stelle die Entwarnung: Eine böse Vermutung bestätigte sich nicht.
Gute Besserung Stefan und beste Genesungswünsche von uns allen.

 

Junge Garde gewinnt Classico

Ein Bericht von Robert Kutschick:

Während FCB und BVB die Klingen kreuzten, traten wir mit zahlreichen Nachwuchskräften in Kriegshaber an.

Das selbsternannte Nachwuchsjuwel Niclas konnte trotz Erkältung geschickt abtauschen und souverän zum Remis abwickeln. Für mich lief es derweil schlecht: versehentlich hatte ich meinen König zu sehr entblößt, was meinem Gegner die Chance gab, die schöne Stellung zu vergewaltigen (#metoo). Er begnügte sich aber damit, einen Bauern zu mopsen und die Tanten zu tauschen. Nach meiner anschließenden Rochade, die entgegen vereinzelter Stimmen in der Analyse korrekt war, standen meine Figuren etwas besser, was den Minusbauern halbwegs kompensierte und mein Gegenüber veranlasste, das Remisgebot anzunehmen.

Währenddessen stellte der Gegner von „Sven the Man“ eine Figur ein. Seine Stellung war aber bereits ein Friedhof, so dass unser Junge das wohl ohnehin gewonnen hätte. Danach erwarteten von Kevin alle ein Remis. Und tatsächlich: je acht Bauern und drei Schwerfiguren bildeten – völlig unpassend an diesem Jahrestag – eine unüberwindliche Mauer und einigten sich auf Unentschieden.

Antun verwickelte kurz darauf die Stellung in taktische Knäuel, die ihm einen ganzen Turm einbrachten und seinen Gegner alsbald zur Aufgabe veranlassten. Der frisch ausgeschlafene Petr erreichte in einer eher unspektakulären Partie eine weitere Punkteteilung, die uns eine komfortable 4:2-Führung bescherte.

Ludwig machte den Sack dann zu: seine Schwerfiguren attackierten erst die feindlichen Bauern, dann den König. Der versuchte, sich zu verschanzen und opferte nach einem Bauernvorstoß sogar seine Gemahlin. Ohne die wurde es jedoch zunehmend einsam um ihn und nach einem weiteren Bauernvorstoß von Ludwig wurde er zu Grabe getragen.

Damit konnten sich die zahlreichen Kiebitze der letzten Partie widmen, die bis zu diesem Zeitpunkt dahingeplätschert war. Unter dem Druck der Fans machte der Kriegshaberer Spieler Fischer dann seinem Namen alle Ehre: er opferte die Qualität zugunsten eines Königsangriffs. Als unser Alex ungenau verteidigte, folgte sogar noch ein Figurenopfer. So konnte die Dame eindringen, es drohte Permutation und das investierte Material wurde zurückgewonnen. Alex drohte zwar latent Grundreihenmatt, das reichte aber nicht. Sein Wanderkönig hatte irgendwann keine Felder mehr.

Damit lautete der Endstand 5:3 – ein praktisch nie gefährdeter Sieg unserer verjüngten Truppe. So kann es weitergehen, am besten schon in zwei Wochen im Lech-Derby.

Niclas Klassert ist alter und neuer Haunstetter Jugendmeister

Am vergangenen Freitag fand die fünfte und letzte Runde unseres Jugendturniers in unserer Jugendabteilung statt. Hierbei ging es darum, wer sich die Plätze 1, 3, 5 und 7 erkämpfen wird.

Nach einem spannenden Finale, konnte sich Niclas Klassert überraschend gegen den DWZ-Stärkeren Leopold Moelter durchsetzen. Mit seinem Sieg wurde er damit zum zweiten Mal in Folge Haunstetter Jugendmeister, wie auch Sven Weise (2016/2017) und Andreas Auerswald (2014/2015) vor ihm.

Im Spiel um Platz 3 konnte sich der Blitzmeister des letzten Jahres Thomas Berchtold souverain gegen den Jugendvizemeister des letzten Jahres Maximilian Döbel durchsetzen und erkämpfe sich Bronze.

Spiel um Platz 5 gewann Andreas Auerswald kampflos.

Im Spiel um Platz 7, konnte sich Christoph Koloska den Sieg um den 7. Platz gegen Ioann Spasov ergattern.

Spielergebnisse

Endtabelle 

Rang Name S R V Punkte
Big 4 1. Klassert, Niclas 5 0 0 5
2. Moelter, Leopold 4 0 1 4
3. Berchtold, Thomas 3 0 2 3
4. Döbel, Max 2 0 3 2
Small 4 5. Auerswald, Andreas 3 0 2 3
6. Laskowski, Alexander 2 0 3 2
7. Koloska, Christoph 2 0 3 2
8. Spasov, Ioann 0 0 5 0

FAZIT
Wie auch letztes Jahr war es dieses Jahr auch wieder ein spannendes Turnier, welches aufgrund des optimierten Turnierbaums für mehr Spielpaarungen gesorgt hatte, sodass alle die Möglichkeit hatten, weiterhin im Turnier dabei zu sein.

Auch entwickelten sich unsere Jugendspieler durch dieses Turnier weiter, welches sicherlich von Bedeutung sein wird, wenn die meisten in den nächsten Jahren bei  Erwachsenen Turnieren umsteigen werden müssen.

Ich freue mich auf ein weiteres Turnier mit noch mehr Teilnehmern und Überraschungen im Jahr 2020 !!